Fotografie als Dimension der Malerei

 
 

Sie haben sicher schon einmal die Augen zugekniffen und durch ganz schmale Schlitze ihre Umwelt betrachtet. Vermutlich haben Sie das Gesehene völlig neu erlebt und doch wieder erkannt. Diese verschwommenen, unscharfen Eindrücke lenken manchmal die Aufmerksamkeit, den Fokus auf das Wesentliche und abstrahieren das Wichtige vom Unwichtigen.


Dieses in der Physik (Heisenberg), Philosophie (Platon, Wittgenstein), Mathematik und Technik (Fuzzy-Logik) bekannte Phänomen der „Unschärfe“ spielte auch in der Malerei eine nicht unbedeutende Rolle. Leonardo da Vinci benützte die Unschärfe in seiner Sfumato-Malerei, Rembrandt in seinen Porträts, Caspar David Friedrich und William Turner in ihren Landschaften, um nur einige zu nennen. 


Literaturhinweis: Ullrich, Wolfgang: Die Geschichte der Unschärfe. Berlin: Wagenbach 2002.

 

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"Fading" Mixmedia 2016 (Foto, Wachs, Ölfarbe) 20 x 29 cm